Lernziele
In Modul 3 lernen Sie:
• Das Grundkonzept der traumainformierten (auch traumasensible) Betreuung / Versorgung und die Grundidee hinter diesem Konzept.
• Einfache Instrumente und Methoden zur Anwendung bewährter Praktiken der traumainformierten Betreuung in Ihrer Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen.
• Strategien zur Integration bewährter Praktiken der traumainformierten Betreuung in Ihre Einrichtung, um die institutionelle Entwicklung und die Kompetenzen innerhalb Ihres Teams zu fördern.
Lernergebnisse
Nach der Teilnahme an diesem Schulungsmodul haben Sie Folgendes erworben bzw. sind in der Lage:
Lernergebnisse:
• Umfassendes Verständnis des Konzepts der traumainformierten Betreuung.
• Kenntnisse über die Rolle von Betreuungsteams, um sich ein umfassendes Bild von der Lebenssituation eines Migranten zu machen und so wirksame Betreuungsleistungen und Heilung zu ermöglichen.
• Theoretisches Wissen darüber, wie traumainformierte Praktiken angepasst werden können, um das Wohlbefinden von Patienten und Mitarbeitern potenziell zu verbessern.
Kompetenzen
Kompetenzen im Arbeitsbereich als Laienberater für psychische Gesundheit, d. h.:
• Sicherheit – Ihre Mitmenschen fühlen sich körperlich und psychisch sicher.
• Vertrauenswürdigkeit + Transparenz – Entscheidungen werden transparent getroffen, mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen und zu erhalten.
• Peer-Unterstützung – Personen mit ähnlichen Erfahrungen werden einbezogen und als integraler Bestandteil der Leistungserbringung angesehen.
• Zusammenarbeit – Zur Unterstützung gemeinsamer Entscheidungsfindung.
• Befähigung – Die Stärken von Patienten und Mitarbeitern werden anerkannt, ausgebaut und bestätigt.
• Reaktionsfähigkeit – Vorurteile und Stereotypen (z. B. aufgrund von Hautfarbe, ethnischer Zugehörigkeit, sexueller Orientierung, Alter usw.) werden erkannt und thematisiert.
Wissen
• Die Bedeutung von Sicherheit, Vertraulichkeit, Eingehen auf die Bedürfnisse der Patienten und deren Stärkung vollständig verstehen.
• Eine Kultur der Achtsamkeit und Verantwortung aufbauen.
• Einbeziehung von Familienangehörigen und Freunden (falls zutreffend).
• Schaffung von Möglichkeiten für Patienten, sich stärker in ihre eigene Gesundheitsversorgung einzubringen. Aufzeigen, dass traumainformierte Betreuung auch dazu beitragen kann, Burnout bei nichtfachlichen Sozialarbeitern zu verringern.
Fähigkeiten
• Kognitive und praktische Fähigkeiten, die die Arbeit mit Migranten und Flüchtlingen ermöglichen, sowie Fähigkeiten zur selbstständigen Problemlösung.
• Die weitreichenden Auswirkungen von Traumata erkennen und Wege zur Genesung verstehen.
• Retraumatisierung aktiv vermeiden.
• Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern außerhalb des Gesundheitswesens (Rechtsbüros, Sozialamt, Familienhilfeteams usw.).